Umzug

März 25, 2008

ich habe das Raumschiff gewechselt und meinen Reiseführer unter einem neuen Blog-Namen neu aufgelegt. Wer sucht, der findet und wer sich treiben lässt, der wird gefunden unter:

Umzug zu Tourismus 2.0

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Globalisierung

März 24, 2008

Rosen aus Athen. Wer hätte einst gedacht, dass dieses Lied den Anfang vom Ende besingt. Doch spätestens bei Tomaten aus Holland ahnte man, das alte Europa steht am Scheideweg zwischen Skylla und Charybdis. Die Einschläge näherten sich, der Euro war der letzte Versuch einer ungeliebten Einheit gegen die Währensverbände der Welt bis das Finanzsystem dieser Tage kollabierte. Spielzeug aus Asien, Zahnersatz aus Ungarn, Arbeitslose in Deutschland und Afrika spielt noch nicht einmal mit. Diesem Fluch hat sich vermutlich der heutige Blog gewidmet, über dessen Inhalt ich in Ermangelung von Interesse nichts zu sagen habe. Fazit, schafft die Globalisierung ab, sonst steht es schlecht um Deutschland und die Welt. Es droht eine Dunkelheit, die ähnlich wie Gerichts- oder Supertalentshows, BigBrother oder Anne Will nicht mehr zu vertreiben ist. Denn wenn uns die Geschichte eins lehrt, dann doch, dass Postkartenmaler friedliche Menschen sind, solange man ihnen eine Nische und nicht alles von Chinesen malen lässt. Anderenfalls lassen sie sich zum Reichskanzler wählen und nennen sich Führer. Wollen wir das unseren Kindern antun?

http://www.globalisierungsblog.de/

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Bibel-Blog

März 23, 2008

Ist schon ein Kreuz mit dem Ostern. Wo man hinsieht Mensch in stiller Erwartung. Sitzen im Kreise der Familien, halten sich an den Händen, ein Gebet. Und unter ihnen der Osterbraten, egal ob Lamm oder Kaninchen, ein Gelage als ob es kein Weihnachten gegeben hätte. „Danke Herr für Speis und Trank, ohne Essen wird man krank“. Da stehe auf wer will, die Familie sitzt lieber, Besteck in der Hand und Servietten auf dem Schoß, Bratensoße tropft vom Mund und als Nachtisch Schokoladeneier. Ende der Fastenzeit. Danke auch, dass wir vier Tage dem öden Bürojob den Rücken kehren konnten. War das am Kreuz Hängen doch nicht ganz umsonst, wenn auch etwas früh im Jahr. Wäre es nach dem aktuellen Bibel-Blog gegangen, hätte Jesus ein ordentliches Gerichtsverfahren erhalten und die Kreuzigung wäre mit dem Erntedankfest zusammengefallen. Die Eier brächte dann der Truthahn und Aschermittwoch wäre nicht der Beginn der Fastenzeit, sondern das Ende vom Fasching. Celebrare loco ieiunare.

http://bibelblog.twoday.net/stories/4263805/

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What would Jesus blog?

März 22, 2008

Ostern. Alle Welt spricht grad von Jesus, muss gehörig was vorgefallen sein, habe aber keine Zeit, muss bloggen. Wäre es da nicht wahnsinnig praktisch, der alte Sandalenträger würde selbst mal aufschreiben, was ihm so alles durch den heiligen Kopf geht? Mal ein wenig die Moslems dissen und klarstellen, dass er auch mit den Juden fertig ist, seit sie ihm den Karfreitag versaut haben. Aber auch mal so richtig gegen Weihnachten wettern, so wegen Konsumrausch und Werteverfall und so oder hier und da ein Wunder vollbringen, nur mit der Macht der Sprache übers Internet. „Jesus blogt – die Welt liest mit?“ Die Zeitungen würden sich überschlagen und die Tagesschau 5 min früher beginnen, nur um die ersten zu sein, die das vermelden. Aber vielleicht kommt ja auch nix spannendes bei raus: „Heute wieder Wolken gezählt, überall Engel und ich hasse Harfe.“ Wen interessiert das? Auch die Kommentare dürften langweilig sein, denn wer würde Jesus ehrlich sagen: He Messias, der Beitrag war aber echt Scheiße“, ohne die Rache Gottes zu fürchten. Wen es dennoch interessiert, sollte mal den heutigen Blog öffnen, hier tönt es von Wolke 7 echte Jesussprüche, die sich in keiner Bibel finden. Hallelulia.

http://whatwouldjb.blogspot.com/ 

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Borreliose-Blog

März 20, 2008

fröhliche Ostern mit Joseph Beuys und einem toten Hasen. Ja Kurioses gibt es auch in zahlreichen Blog Archiven zu finden, doch Ostern ist zeitlos, weshalb es kaum auffällt, ob man Beiträge dieses oder vorangegangener Jahre liest, solange man sich Hasen mit riesen Ostereierkörben auf dem Rücken dabei vorstellt und nicht etwa nackte Menschen an Kreuzen oder von der Zecke gebissene Borreliose-Patienten im Endstadium. So fühlt sich das Finden eines Osterartikels auf dem Blog des Borreliose Bund Deutschland e.V. an, wie in ein Plastikei zu beißen. Das Auge freuts, der Nachgeschmack ist jedoch fad. Auch wenn sich Künstler Beuys in zitiertem Artikel müht, uns die Entstehung des Osterglaubens am Beispiel eines Kaninchenkadavers zu erklären. Naheliegender scheint jedoch zu sein, dass der eine oder andere die vorangegangene Weihnachtszeit als Fest der Liebe missbräuchlich falsch verstanden hat und sich eine ernstzunehmende Krankheit einfing, die ihn Ostern ähnlich dem Beuy’schen Hasen niederstreckt. Immerhin ist der  Erreger Borrelia burgdorferi eng verwandt mit Treponema pallidum, dem Erreger der Syphilis. 

http://www.borrelioseblog.de/index.php?/archives/510-Froehliche-Ostern.html 

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ja Lesen kann jeder, aber Bilder anschauen kommt meist zu kurz. Da, schon wieder, du liest meinen Blog, statt dir lustige Bilder vom Flix anzusehen, denn der macht mal was ganz Tolles. Er malt sein Leben und blogt es als Comicstrip vorbei an Kochrezeptaustauschblogbörsen oder Blog’aden wie „Gegen den Regenwald“ oder „Rückenwind für Radfahrer“. Für den gestressten Krawattenträger ebenso wie für die mit 12 Kindern gesegnete Vollzeitmutter beschränken sich Tag und Comic auf vier kleine Bildchen auf einer Bildschirmseite. Easy looking and a bit reading too, denn so ganz ohne Text können nur Pantomimen, nicht aber Comiczeichner. Doch der Flix weiß, wo die Grenzen seiner Gucker liegen und hält sich dezent in Ausdruck und Wortwahl zurück. Also Kopf aus und Computer an, der Appetit kommt beim Essen. Drum Mal-Zeit, gern auch in der Mittagspause. Ps: Für die, die den Kopf anließen, wird’s auch richtig lustig.

der Flixder Flix Comic

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sex zeit blog

März 16, 2008

Die letzten Tage mit Nacktbildern bislang unbekannter Politikerinnen oder Sexszenen in der Badewanne von Top Model Azubis zeigten mal wieder, Sex sells und dafür genügt der kleinste Aufhänger. Im Falle des heutigen Blog-Fundstückchens auch der zerlegbare Reisedildo oder das „Mach dir deinen Porno selbst” Computerspiel. Die Zeit zeigts und deckt auf, wo andere selbst Hand anlegen und die BILDauschnitte Deutschlands größter Boulevardzeitung missbrauchen. Mühevolle Recherchearbeit wurde seitens der Zeit Redaktion verwendet, um all die süßen und verspielten Zweideutigkeiten im weltweiten Angebot herauszufiltern und der amüsierten Leserschaft zum Zeitvertreib vorzustellen. Schon mal daran gedacht, eine Frau nicht zu reiten, sondern zu „berradfahren”, das geht, ein Blick auf den Sex-Zeit-Blog genügt und die Hose spannt. Ein Verkaufshit scheint der männliche Lichtschalter zu sein, dessen Funktionsweise sich auch technisch weniger begabten Nutzern erschließt, oder der „sweet pussy” Lolli, den man(n) sich gern mal selbst schenkt.               

http://blog.zeit.de/sex/men’s dream

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infokrieg

März 14, 2008

Zeit für Gänsehaut und ein Lesen unter der Bettdecke. Nicht ganz einfach, den PC ins Bett zu hieven, aber die Wahrheit erfordert Opfer. Infokrieg in den Wohnzimmern braver Bürger, als Medium für mündige Wähler, als Armageddon für naive Tagesschaugucker. Dieses investigative Portal weckt auf und hält wach, stellt den Rechtsstaat an die Wand und bloggt Fragen, die wir uns nie zu stellen gewagt hätten. Plant Schäuble Internierungslager? Regiert Westerwelle bald die Welt? Hat Shell die CO2 Lüge erfunden? Ist der Datenschutz am Ende? Bildet die Bilderberg-Gruppe die Weltregierung? Steht Bin Laden auf der CIA Gehaltsliste? Wird Himbeerjoghurt verboten? Und kann ich auch morgen noch kraftvoll zubeißen? Fragen über Fragen und Antworten, die verstören, betören und nach Kuh im Arsch schmecken. Nichts für Gemüter, die vor dem Einschlafen gern noch ein wenig Rosenstolz hören und Amelie Fried lesen. Für alle anderen hat der Terror viele Namen und alle finden sich auf Infokrieg. 

http://infokrieg.tv 

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go feminin

März 12, 2008

Entdecken Sie die weibliche Seite in Ihnen oder finden Sie Geschlechtsgenossinnen, die sich mit Ihnen auf der Seite der aufgeklärten Frau zwischen Gewichtsproblemen und Sexualfantasien geborgen fühlen. Eine Flut in rosa getauchter Blogeinträge aus aller Frauen-Länder oder Ländlichkeiten, wenn man die Haushaltstipps und –themen zusammenzählt. Natürlich mischen sich nicht nur unter die Kommentatoren zahlreiche Männer, auch Blogger wurden unter dem Label „go feminin“ gesichtet, meist in entrückter Darstellung erträumter Quickies mit Büroputzkräften oder schwedischer Kunststudentin als Nachbarin. Billig sagen Sie? Nein, vielmehr Ausdruck der Vielschichtigkeit der Menschen und Männer, die neben Bindehautgewebeschwäche und Einkaufstipps um ihre Daseinsberechtigung kämpfen. Das hebt sich dann wohltuend von den zahllosen Einträgen mit „cat-content“ ab, also Berichten aus dem Leben und Leiden der eigenen Katze, die verziert mit Bildern, die die Welt erfreuen, die Seite zum Paradies auch für Kleintierliebhaber machen. Gewürzt mit ein paar sehr persönlichen und äußert privaten Einblicken in das Beziehungsleben einzelner Bloggerinnen, deren Tagebuchschmachtfetzen nichts ohne die psychologisch fundierten Kommentare ihres Freundinnenkreises wären, wird diese Seite zum Augenschmaus für Menschen, deren Liebesleben zwischen Windelwaschen und Schwiegermutterbesuch feststeckt.

http://blog.gofeminin.de/blog 

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jottwehdeh

März 11, 2008

Wussten Sie, dass bei den Damen in Reichenow gerade der Patentschnitt für eine Wollmütze mit drei Ecken die Runde macht? Nein? Sie sollten aber. Das und viel mehr entnimmt man nämlich meinem heutigen Lieblingsblog aus den Tiefen des Taz-Blog-Archivs. Hier schreibt Imma Harms, ihres Zeichens Ex-tazlerin und 30 Jahre lang leidenschaftliche Kreuzbergerin, die heute auf dem Gutshof Reichenow, einer Stadtkultur-Enklave von 30 KünstlerInnen in einem Dorf am Rande des Oderbruchs, lebt. Eben jottwehdeh. Aber wer denkt, dort ist die Welt zu Ende, der scheint zu irren. Zumindest ließe sich mit den geblogten Tagebuchnotizen von Frau Harms ein Buch vom Umfang der gelben Seiten füllen, zumindest der von Reichenow.

Ein Wollfaden ist eigentlich nicht dick, auch ein dickerer nicht. Er ist vielmehr flauschig. Das heißt, wenn man den Wollfaden lässt, wie er will, plustert er sich auf; die Fasern gehen auf Abstand zueinander und lassen Luft zwischen sich. …

Das sind Sätze, wie ich sie gern lese. Wozu in Tageszeitungen nach redaktionellen Lügen suchen oder sich in Weltverschwörungen verlieren, wenn man mit wenigen Zeilen soviel Freude und heile Welt erzeugen kann. Dem bleibt die Autorin treu, egal, ob sie über die Farbe und Macken ihres Fahrrades oder über den Geschmack von Walnüssen referiert: “Die Walnuss schmeckt zart-süß und fein-herb, eine Spur bitter im Nachgeschmack, nussig im Ganzen.Eine wunderbare Seite zum Abschalten vom täglichen Einerlei und Zurückbesinnen auf die wirklichen Werte im Leben. Vielen Dank. 

http://taz.de/blogs/jottwehdeh/

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